Caritas Socialis



Auf den Spuren Hildegard Burjans

Die Mitglieder der Generalleitung besuchten Görlitz und Berlin

Am 10. 2. 2016 brachen die Mitglieder der Generalleitung mit dem Nachtzug nach Görlitz auf, um auf den Spuren Hildegard Burjans in ihrer Geburtsstadt und in Berlin unterwegs zu sein. Sr. Laura Marcelino war zum ersten Mal in Görlitz.

In Görlitz wurden sie von Sr. Martina Theiner und Sr. Ulrike Gorfer herzlich empfangen. Ein kurzer Spaziergang führte nach Polen. Sr. Clotilde R. Bonfim hat polnische Wurzeln. Sr. Ulrike kochte Tiroler Käseknödel.

Am Nachmittag waren die Schwestern in der Wohnanlage Hildegard Burjan bei Prälat Peter C. Birkner zum Kaffee eingeladen. Er erzählte sehr beeindruckend von der Zeit in der DDR und den neuesten Ergebnissen seiner Nachforschungen zu Hildegard Burjan, die er auch in einem Artikel zusammengefasst hat. Im Anschluss fand ein Besuch im Hildegard Burjan Heim statt.

Ankunft am Bahnhof in GörlitzFrühstück in der Wohnung in der Elisabethstraße, in der Hildegard Burjan geboren wurde.Sr. Laura und Sr. Clotilde in PolenFlüsterbogenGeneralleitung vor dem Wohnhaus Hildegard BurjansKöchin Sr. UlrikeHildegard Burjan Wohnanlage und Hildegard Burjan Heimzu Gast bei Prälat Peter C. BirknerBischof Wolfgang Ipolt und Generalvikar Alfred Hoffmann zu Gast

Zum Abendessen in der Wohnung in der Elisabethstraße waren Bischof Wolfgang Ipolt und Generalvikar Alfred Hoffmann zu Gast. Der Austausch zwischen Görlitzer Verhältnissen, der Wiener Kirche und den Erfahrungen aus Brasilien war sehr angeregt.

Am Freitag, 12. 2. 2016 zeigte Prälat Birkner am jüdischen Friedhof einen Grabstein. Er hat entdeckt, dass der Vater Hildegard Burjans vermutlich in erster Ehe mit Fanny Freund verheiratet war und drei Söhne aus dieser Verbindung hatte, dass Hildegard Burjan also vermutlich drei Halbbrüder hatte. Das Grab von Fanny Freund befindet sich am jüdischen Friedhof. Weiter ging es zur alten Synagoge, die von Herrn Rainer Michel gerade revitalisiert wird. Diese Synagoge kannte auch Hildegard Burjan schon. Sie wird zu einem Literatur- und Wohnhaus umgebaut und wird auch Bücher über Hildegard Burjan in einer Bibliothek beinhalten.

Auf dem Programm stand auch ein Besuch in dem Haus, in dem Hildegard Burjan gewohnt und die betenden Schwestern vom Fenster aus beobachtet hatte, und der Hildegard Burjan Platz. Beim anschließenden Mittagessen gab es schlesische Spezialitäten.

Vorbei am biblischen Haus und der Schule, die Hildegard Burjan vermutlich besucht hat, ging es  in die Elisabethstraße. Am Nachmittag erläuterte der Leiter des Bauamts der Diözese Görlitz Thomas Backhaus in der Kathedrale die erst kürzlich abgeschlossene Renovierung der Kathedrale mit besonderem Augenmerk auf die Fenster, die teilweise aus alten Fenstern neu zusammengesetzt wurden. In einer Seitenkapelle, die vermutlich später als Hildegard Burjan- bzw. Taufkapelle genutzt wird, sind zwei schöne Fenster entstanden, die sich in ihrer Idee an Hildegard Burjan orientieren. Gemeinsam stieg die Gruppe auch auf den Turm der St. Jakobskathedrale, um die Hildegard Burjan Glocke zu besichtigen.

 

Besuch am jüdischen Friedhofbeim Grabstein vonFanny Freund (C) Raphael Schmidtalte SynagogeRevitalisierung der alten Synagogean diesem Ort konnten früher die Frauen von der Frauenempore hinunter schauen (C) Raphael SchmitdHildegard Burjan PlatzHildegard Burjan PlatzDas Haus, von dem aus Hildegard Burjan die betenden Schwestern beoachtet hatHildegard Burjan Glocke Glasfenster in der Görlitzer KathedraleHildegard Burjan Fenster

In Berlin führte der Weg ins St. Hedwigs Krankenhaus, wo Sr. Waltraud die Schwestern herzlich empfing und zur Jause mit der Gemeinschaft der Borromäerinnen einlud.

Die Schwestern erzählten die Geschichte des Krankenhauses in der DDR-Zeit und zeigten die Abteilung, in der vermutlich Hildegard Burjan in ihrer Krankheit gelegen ist.

Sr. Waltraud zeigte den Eintrag im Buch des Krankenhauses, der vom Aufenthalt Hildegard Burjans im St. Hedwigs Krankenhaus zeugt. Vom Krankenhaus ging der  Weg weiter in Richtung der Universität, die Hildegard Burjan besucht hatte, St. Hedwigs Kathedrale und zur Niederwallstraße, wo in der Marienkapelle der grauen Schwestern von der Hl. Elisabeth Hildegard Burjan getauft wurde.

Am Sonntag feierte die Gruppe den Sonntagsgottesdienst im Frauenbundhaus und besuchte in der Sybelstraße das Haus, wo Hildegard Burjan gewohnt hatte. Im Frauenbundhaus erzählten Pfarrer Bernhard und Frau Kramer von der Geschichte des Frauenbundhauses. Sr. Norberta Oblöser hatte als Heimleitung im Krieg zwei jüdische Frauen im Frauenbundhaus versteckt, die dadurch die Zeit des Nationalsozialismus überleben konnten.

Von der Wundtstraße, wo das Frauenbundhaus steht, ging es zu Fuß weiter zur Sybelstraße 61, dem Haus in dem das Ehepaar Burjan während der Berliner Zeit gewohnt hat.

Nach einer dankbaren Rückschau ging es um 4:30 Uhr zum Flughafen, von wo aus Sr. Laura und Sr. Clotilde über Paris nach Brasilien aufgebrochen sind und Sr. Susanne, Sr. Sieglinde und Sr. Karin nach Wien zurückgekehrt sind.

Eingang ins St. Hedwigs KrankenhausSr. Waltraud mit Hildegard Burjan Bild Borromäerinnen und CS SchwesternDas Zimmer, in dem Hildegard Burjan vermutlich gelegen istBuch mit Eintrag über Hildegard Burjans ErkrankungMarienkapelle in der Niederwallstraße, wo Hildegard Burjan getauft wurdeGespräch mit Pfarrer Bernhard und Frau Kramer im FrauenbundhausFrauenbundhaus Berlin. Schwestern waren in den 1930er und 1940er Jahren dort eingesetztHaus in der Sybelstraße, wo Hildegard Burjan mit Alexander Burjan gelebt hat