Caritas Socialis



Gründung von SOLWODI Österreich und Eröffnung einer Schutzwohnung

Festakt am 15. 3. 2013 im Salvatorsaal, Wien Hietzing

Am 15. 3. 2013 fand ein Festakt zur Gründung des Vereins „Solwodi Österreich – Solidarität mit Frauen in Not“ und zur Eröffnung der Schutzwohnung für Opfer von Frauenhandel, Zwangsprostitution, sexueller Gewalt und Ausbeutung statt.

Sechs Ordensgemeinschaften hatten sich im Engagement gegen Menschenhandel zusammen geschlossen und diesen Verein gegründet. Vereinsobfrau, Sr. Patricia Erber, Salvatorianerinnen führte durch den Nachmittag; ihre Stellvertreterin ist Sr. Susanne Krendelsberger, Caritas Socialis; weitere Mitglieder im Vereinsvorstand sind: Sr. Sigharda Leitner, Barmherzige Schwestern vom hl. Vinzenz von Paul; Sr. Maria Petra Schüttenkopf, Steyler Missionsschwestern; Sr. Marianne Milde, Congregatio Jesu sowie Sr. Anna Mayrhofer, Franziskanerinnen Missionarinnen Mariens.

Am 15. 10. 2012 wurde eine Schutzwohnung übernommen und bald darauf konnte die erste Frau einziehen, in der Platz für acht Frauen ist. Das Projekt wird von den Frauenorden Österreichs, von einzelnen Ordensgemeinschaften und durch Spenden finanziert. Sr. Anna Mayrhofer leitet das Schutzhaus. Eine Sozialarbeiterin und einige Ehrenamtliche machen rund um die Uhr Dienst in der Schutzwohnung.

Ziel ist es, Frauen und Mädchen, die Opfer von Gewalt und Menschenhandel sind und in der Zwangsprostitution sexuell ausgebeutet wurden, eine Anlaufstelle zu bieten und neue Lebensperspektiven in einem geschützten Rahmen zu ermöglichen.

Zur offizielle Eröffnungsfeier im Salvatorsaal, 1130 Wien, Auhofstraße 189 kam Sr. Lea Ackermann, die SOLWODI gegründet hatte. SOLWODI (= Solidarity with women in distress – Solidarität mit Frauen in Not) wurde 1985 von Sr. Dr. Lea Ackermann in Kenia gegründet und setzt sich mittlerweile auch in Deutschland und Rumänien für Migrantinnen ein, die von Gewalt und Ausbeutung betroffen sind. In einem bewegenden Referat begründete Sr. Lea Ackermann das Engagement von SOWODI: „Gott hat Wunschträume für die Menschen und an uns liegt es, dass die Wunschträume Gottes Wirklichkeit werden.“

Gekommen war auch Weihbischof Franz Scharl, der als Vertreter der österreichischen Bischofskonferenz einen runden Tisch zum Thema Menschenhandel gegründet hatte.

Die frühere Frauenministerin Dr. Helga Konrad BM.a.D. forderte in ihrem Statement über den Frauenhandel in Österreich alle Einrichtungen, die an dieser gesellschaftlichen Schattenseite arbeiten, zur „vernetzten Arbeit“ auf."Die Opfer sind Opfer schwerer Verbrechen und müssen als solche gesehen und die Verbrechen geahndet werden.“
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Sechs Ordensgemeinschaften gemeinsam gegen Menschenhandel, im Bild 2. v. l.: Sr. Susanne Krendelsberger CS ©Ordensgemeinschaften Österreich, Katrin Bruder

Sr. Lea Ackermann, Gründerin von SOLWODI © Ordensgemeinschaften Österreich, Katrin Bruder