CS Caritas Socialis trauert um Eduard Spörk (1943 – 2025)
Eduard Spörk prägte als langjähriger CS Geschäftsführer, Geschäftsführer des Dachverband Wiener Sozialeinrichtungen und in seiner Funktion als Mitglied im Verband Sozialwirtschaft Österreich maßgeblich die Wiener Gesundheits- und Soziallandschaft. Die CS Caritas Socialis wurde unter seiner Leitung zum führenden Innovationsanbieter im Hospiz- , Demenz-, Pflege und Betreuungsbereich. Eduard Spörk verstarb am Dienstag, 18. März 2025 im Kreis seiner Familie.
Pionier der Hospizbewegung – CS Hospiz Rennweg
Eduard Spörk steht mit Sr. Hildegard Teuschl CS und einer Gruppe von Interessierten am Ursprung der Hospizarbeit in Österreich. Mit einer von ihm verfassten Arbeit über die Gründung von mobilen Hospizteams gewann die CS 1989 den „Fürst Franz Josef von Liechtenstein-Preis“. Mit dem Preisgeld wurde das erste mobile Palliativteam in einem von der CS Schwesterngemeinschaft zur Verfügung gestellten Raum gegründet, das in die Trägerschaft der Caritas der ED Wien überging. Parallel dazu arbeitete Eduard Spörk an der Umsetzung der ersten stationären palliativen CS Einrichtung, die 1995 als CS Hospiz Rennweg ihren Betrieb aufnahm. Heute umfasst CS Hospiz Wien alle CS Einrichtungen mit rund 1000 Mitarbeiter:innen, die in Hospiz- und Palliative Care verankert sind.
Visionär der Weiterentwicklung von Ordenseinrichtungen wie der CS
Einen Meilenstein markiert der Beginn Eduard Spörks Arbeit mit und in der Schwesterngemeinschaft Caritas Socialis 1987. Seine intensive Auseinandersetzung mit dem Gründungsgedanken der CS und mit Hildegard Burjan ist die Basis, auf der die nachfolgenden Organisationsentwicklungen und Entscheidungen basieren. Das Ziel: Die Werke der Schwesterngemeinschaft inhaltlich weiterzuentwickeln, eine finanzielle stabile Grundlage zu schaffen und unabhängig von der Existenz der Schwesterngemeinschaft den Fortbestand zu garantieren.
Bereits Ende 1989 beginnt er mit der Umsetzung der CS Pflege- und Sozialzentren, die mit ihrem integrierten Angebot von ambulanten, stationären und teilstationären Angeboten für ältere und chronisch kranke Menschen Modellcharakter für spätere Umsetzungsprojekte in ganz Wien haben. Eduard Spörk legte die Basis für das hohe Qualitätsverständnis und die Kundenorientierung in Pflege und Betreuung, die bis heute maßgeblich für den Modellcharakter der CS Einrichtungen sind.
In den 90iger Jahren widmete Eduard Spörk sich der Gründung der CS GmbH, um die Werke der Schwesterngemeinschaft Caritas Socialis zeitgemäß, auf stabiler finanzieller Grundlage und in fachlicher Weiterentwicklung in die Zukunft führen zu können. Gemeinsam mit Sr. Blandina Wenighofer CS übernimmt er 1992 die Geschäftsführung.
Der letzte Schritt in diesem Prozess der zukunftssichernden Ausrichtung der CS ist die Gründung der CS Caritas Socialis gemeinnützigen Privatstiftung, als dessen erster Stiftungsvorstand er berufen wurde.
„Eduard Spörk hat den Grundstein für die richtungsweisenden Entwicklungen in der CS gelegt. Vieles wäre ohne sein umsichtiges, verantwortungsvolles und der CS auch so tief spirituell verbundenes Wirken nicht geworden. Wir trauern mit der Familie und sind in Freundschaft verbunden“, so Sr. Susanne Krendelsberger CS, Generalleiterin der CS Schwesterngemeinschaft und Stiftungsvorstand der CS Caritas Socialis
Brückenbauer zwischen Stadt Wien und kirchlichen Trägern
Eduard Spörk erwies sich als geschickter Brückenbauer in der Zusammenarbeit eines Trägers mit christlichen Wurzeln und der Stadt Wien zum Wohle aller Wienerinnen und Wiener. Im Zusammenwirken mit Vizebürgermeister Mayr und Stadtrat Rieder setzte er Umbau, Sanierung und Neubau der CS Standorte Pramergasse, Kalksburg und Rennweg um. Bis heute ist die Zusammenarbeit mit der Stadt Wien, dem Fonds Soziales Wien (FSW) und Stadtrat Peter Hacker eine starke Brücke in Pflege und Betreuung für alle Wienerinnen und Wiener.
„Eduard Spörk hat die Basis gelegt für eine Zusammenarbeit über alle Parteigrenzen hinweg zum Wohl hochaltriger, schwerkranker Menschen. Bis heute ist diese Verbindung tragende Säule für Pflege und Betreuung in der CS“, so Robert Oberndorfer, Geschäftsführer CS Caritas Socialis
Als Geschäftsführer des Dachverbands Wiener Pflege- und Sozialdienste setzte Eduard Spörk sozialpolitische Impulse. In seiner Funktion als Mitglied des Verbandes der Sozialwirtschaft Österreich war er aktiv in die Gründung des Kollektivvertrags eingebunden. In seiner Vorstandstätigkeit im Haus der Barmherzigkeit brachte er sein gesamtes Know-How im Rahmen des Restrukturierungsprozesses in den 2000er Jahren ein. Seine Expertise, seine Handschlagqualität und sein ausgewogener Zugang zu Lösungen wurde von Partner:innen und Kolleg:innen stets geschätzt.
Hildegard Burjan Komitee
Eduard Spörk war ein Kenner Hildegard Burjans, der Gründerin der Caritas Socialis. Im Zusammenwirken mit Prof. Ingeborg Schödl und der Schwesterngemeinschaft engagierte er sich im Rahmen des Hildegard Burjan Komitees für die Seligsprechung Hildegard Burjans und übernahm im Rahmen der Vorbereitungen die finanzielle Planung.
Auszeichnungen
Fürst Franz Josef von Liechtenstein-Preis
Silbernes Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien
Komturkreuz des Gregoriusordens
Publikationen
Eduard Spörk/Andreas Heller: Die Hospizidee hat viele Mütter und Väter Die Geschichte der Hospizbewegung in Österreich und die Hospizarbeit der Caritas Socialis, Tyrolia 2012
Eduard Spörk/Britta Lauber: Franzosenkind: Meine Suche nach dem unbekannten Vater,Tyrolia 2015

Eduard Spörk, liebender Ehemann, begeisterter Vater, Großvater und Urgroßvater, verstarb nach kurzer schwerer Erkrankung im Kreis seiner Familie am Dienstag, 18.3.2025.
Weitere Infos zu Verabschiedung und Begräbnis folgen.